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Projektdesign jenseits der Standards

ShuHaRi ist der japanische Begriff für Lernstufen bei der Entwicklung asiatischer Kampfkünste. Anfänger auf der Shu-Stufe brauchen den einen Weg. Könner auf der Ri-Stufe wählen und entscheiden unter vielen verfügbaren Wegen.

Gleiches gilt für die gelungene Anwendung der Projektmanagement-Verfahren. Für wenig erfahrene Projektleiter sind wenige Standards hilfreich, zuviele Varianten lenken ab und defokussieren. Erfahrene Projektleiter kennen dagegen viele verfügbare Verfahren, aus denen sie wählen können und wollen, und sie sollten ihre Wahl auch begründen können.

In der Unternehmenspraxis sind allerdings häufig generische Modelle, strikte Standards und einheitliche Prozesse vorgegeben, die dem einzelnen Projekt in seinem spezifischen Kontext und den Verantwortlichen mit ihren besonderen Fähigkeiten nicht gerecht werden.

Zur methodischen Unterstützung braucht es allerdings einen Framework, um systematisch und nachvollziehbar die notwendigen Gestaltungsentscheidungen treffen zu können.

Die Darstellung zeigt die wichtigsten Gestaltungsdimensionen und Wahlmöglichkeiten auf, in denen ein Projekt adäquat designed werden kann. In zahlreichen Coachings und Projektberatungen hat es sich bewährt, Projekte entlang dieser Kriterien bewußt zu gestalten. Lesen Sie hier über Ansätze der Projektverbesserung.

Eine erste Forschungsarbeit hat ein Expertensystem entwickelt, das die Optionen für unterschiedliche Projektarten sowie Erklärungsmodule beschreibt. Das sogenannte intuitive Vorgehen der erfahrenen Projektleiter wird damit nachvollziehbar und erklärbar, Erfahrungen können systematisch zurückgeführt werden.

Was ist nun die Managementaufgabe für erfolgreiche Projekte? Die Projektverantwortlichen zu unterstützen und zu ermutigen, das spezifische Modell zu wählen und konsequent anzuwenden zu können.