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Agilität jenseits des Hypes

In der Praxis wird immer häufiger deutlich, daß die Anwendung der gängigen Frameworks, Prozesse und Organisationsmodelle nicht immer die passende Lösung darstellt.

Zudem bedeutet Agilität nicht,

  • dasselbe wie bisher weitertun, nur mit anderen Begriffen
  • der Verlust jeglicher Stabilität
  • die methodisch begründete Erklärung für Chaos.

Agilität kann eine mögliche Antwort sein, um angemessen bei komplex-adaptiven Veränderungen zu agieren.

Agilität kann auf zwei Ebenen betrachtet werden. Beide haben eine klare Zielsetzung.

Bei agilen Entwicklungsprozessen wird in schnellen, eng getakteten, iterativen Zyklen gearbeitet. Einfache Methoden und werden flexibel genutzt. Kunden-/Nutzerzentrierung, crossfunktionale Kooperation, schnelle Entscheidungs- und Lernprozesse sind entscheidend. Das Ziel ist eine schnelle und regelmäßige Lieferung von co-created value an Kunden/Nutzer.

Eine agile Organisation besitzt die Fähigkeit der schnellen Veränderung und Erneuerung. Sie setzt sich mit einem turbulenten Geschäftsumfeld auseinander und gestaltet sich nach neuen Anforderungen rasch um – auf der Basis einer stabilen Grundlage. Das Ziel der Anpassung ist die Nutzung von wertschaffenden Opportunitäten für alle Stakeholder.

In beiden Fällen wird deutlich, Agilität ist nicht das Ziel. Es kann ein Hebel sein, um greifbaren Wert / Business value für das Unternehmen zu schaffen.

Die neuen Arbeitsweisen und Organisationsdesigns entstehen am besten in einem agil geführten Prozeß mit einem leitenden Nordstern zur Navigation: Die beschriebenen Ziele sind die motivierenden Herausforderungen.